Wofür bezahlen Unternehmen künftig Kommunikationsprofis?
Kaum eine Berufsgruppe diskutiert derzeit so intensiv über ihre Zukunft wie Marketing und Kommunikation. Die Diskussion dreht sich um künstliche Intelligenz. Um Automatisierung. Um Content-Produktion. Um die Frage, welche Aufgaben künftig von Maschinen übernommen werden. Dabei gerät eine andere Frage erstaunlich oft in den Hintergrund: Wofür werden Unternehmen Kommunikations- und Marketingprofis künftig überhaupt noch bezahlen?
Gute Zusammenarbeit beginnt nicht mit einem Briefing: Was Marketing, Kommunikation und Fachbereiche voneinander lernen können
Wenn Unternehmen über bessere Zusammenarbeit sprechen, dauert es meist nicht lange, bis Begriffe wie Prozesse, Verantwortlichkeiten, Governance oder Schnittstellen fallen. Das ist nachvollziehbar. Schliesslich entstehen viele Probleme tatsächlich dort, wo Rollen unklar sind, Entscheidungen nicht getroffen werden oder Verantwortlichkeiten zwischen mehreren Bereichen verschwimmen. Trotzdem habe ich im Laufe meiner Karriere immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Marketing, Kommunikation und Fachbereichen bereits lange vor einem Briefing, einer Prozessdefinition oder einer organisatorischen Regelung entschieden wird. Sie entscheidet sich zwischen Menschen.
Neue Rollen entstehen nicht auf dem Organigramm, sondern in der Organisation
Marketing- und Kommunikationsabteilungen befinden sich seit Jahren im Wandel. Neue Technologien, veränderte Kundenbedürfnisse, steigende Anforderungen an Datenkompetenz und die zunehmende Bedeutung integrierter Kommunikation führen dazu, dass viele Unternehmen ihre Organisationen weiterentwickeln. Dabei entstehen neue Rollen: Business Partner, Themenverantwortliche, Head of Newsroom, Content Strategists oder Channel Manager. Die Hoffnung dahinter ist verständlich. Neue Rollen sollen helfen, Marketing und Kommunikation stärker strategisch auszurichten, Silos aufzubrechen und die Zusammenarbeit mit internen Stakeholdern zu verbessern.
Interne Kommunikation beginnt beim CEO
Interne Kommunikation wird in vielen Unternehmen noch immer primär als Aufgabe der Kommunikationsabteilung verstanden. Genau darin liegt jedoch häufig eines der grössten Missverständnisse. Denn die Wirkung interner Kommunikation entscheidet sich selten allein über Intranetartikel, Townhalls oder Kommunikationskampagnen. Sie entscheidet sich vielmehr an der Haltung der Führung – und insbesondere an der Haltung des CEOs.
Niemand wartet im Unternehmen auf ein Rebranding
Ein Rebranding klingt in der Theorie oft erstaunlich klar. Eine neue Markenstrategie wird entwickelt, ein neues Design ausgearbeitet und anschliessend Schritt für Schritt ausgerollt. Genau so wird es häufig auf Präsentationen dargestellt. Die Realität innerhalb von Unternehmen sieht jedoch meist deutlich komplexer aus. Denn die eigentliche Herausforderung eines Rebrandings beginnt häufig erst dann, wenn aus Strategie operative Realität wird.
Warum interne Kommunikation oft nicht an der Kommunikationsabteilung scheitert
Interne Kommunikation gehört heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren in Unternehmen. Trotzdem wird ihre Wirkung in vielen Organisationen noch immer unterschätzt oder falsch eingeordnet. Denn interne Kommunikation scheitert selten an fehlenden Intranetartikeln, Newslettern oder Kommunikationskampagnen. Sie scheitert häufig dort, wo Kommunikation eigentlich beginnen müsste: bei der Führung. Das mag unbequem klingen, zeigt sich im Unternehmensalltag jedoch immer wieder sehr deutlich.
Warum Rebrandings in Unternehmen intern scheitern – obwohl die Markenstrategie überzeugt
Ein Rebranding erfolgreich umzusetzen, gehört zu den komplexesten Veränderungsvorhaben in Unternehmen. Trotzdem wird ein Rebranding häufig noch immer primär als Marketing- oder Kommunikationsprojekt betrachtet. Genau darin liegt eines der grössten Risiken.
Warum Unternehmen einen Corporate Newsroom brauchen
Ich beschäftige mich seit längerer Zeit intensiv mit der Frage, weshalb ein Corporate Newsroom für Unternehmen heute eine so wirkungsvolle Arbeitsweise sein kann – insbesondere dann, wenn Marketing und Corporate Communications stärker integriert zusammenarbeiten sollen.
Wenn Marketing und IT aneinander vorbeireden – und wie wir das ändern können
Ich arbeite seit über zehn Jahren im Marketing und beobachte dabei immer wieder dasselbe Phänomen: Marketing und IT sprechen nicht dieselbe Sprache. Beide verfolgen letztlich dasselbe Ziel – den Unternehmenserfolg –, geraten dabei aber oft aneinander.
Wie Marketing und IT eine gemeinsame Basis finden
Zusammenarbeit ist in jedem Unternehmen eine Herausforderung – egal, mit welcher Abteilung. Mit manchen Teams funktioniert es reibungslos, mit anderen hakt es öfter. Vieles hängt von den beteiligten Personen ab – ob man sich versteht, Vertrauen aufbaut, dieselbe Sprache spricht. Aber in einem Unternehmen mit 2’000 oder 3’000 Mitarbeitenden kann man nicht mit jedem persönlich vernetzt sein. Deshalb muss die Zusammenarbeit auch auf professioneller Ebene funktionieren – unabhängig von Sympathien.