Was genau ist der Unternehmensbeitrag Ihrer Marketing- und Kommunikationsfunktion?
Viele Marketing- und Kommunikationsfunktionen wollen strategischer werden. Doch „strategisch“ beschreibt noch keinen Unternehmensbeitrag. Entscheidend ist eine andere Frage: Welche konkrete Wirkung soll diese Funktion für genau dieses Unternehmen erzeugen?
Strategischer Partner ist kein Titel. Er ist ein Mandat.
Viele Marketing- und Kommunikationsfunktionen wollen strategischer Partner der Unternehmensführung sein. Doch ein neuer Titel, eine Business-Partner-Rolle oder die Nähe zum CEO reichen dafür nicht. Strategische Partnerschaft zeigt sich dort, wo Entscheidungen entstehen: durch Zugang, Mitsprache, Verantwortung und die Fähigkeit, einen relevanten Beitrag zu leisten.
Warum operative Exzellenz in Marketing und Kommunikation allein nicht mehr genügt und strategische Wirkung zum eigentlichen Auftrag werden sollte
Marketing- und Kommunikationsabteilungen leisten heute enorm viel. Trotzdem bleibt ihr strategischer Beitrag vielerorts unter ihren Möglichkeiten. Der Grund liegt oft nicht im fehlenden Engagement, sondern in einer Arbeitsweise, die von operativen Anfragen, kurzfristigem Output und permanentem Abarbeiten geprägt ist. Warum strategische Relevanz nicht durch mehr Produktion entsteht, sondern durch bewusste Prioritäten, Beratung und Wirkung.
Marketing und Kommunikation können heute mehr. Darf die Geschäftsleitung deshalb auch mehr erwarten?
Marketing und Kommunikation sind heute andere Disziplinen als noch vor zehn Jahren. Nicht vollständig andere, aber ihre Möglichkeiten haben sich erheblich erweitert. Marketing kann Märkte und Kunden sehr viel genauer verstehen, Nachfrage systematisch entwickeln, Customer Journeys gestalten, Leads generieren, Marketing Automation aufbauen und gemeinsam mit dem Vertrieb neue Wachstumsprozesse entwickeln. Kommunikation bewegt sich längst nicht mehr nur in der klassischen Medienarbeit. Sie schafft Orientierung in Transformationen, unterstützt Führung, stärkt Reputation und Vertrauen und trägt dazu bei, dass Strategie in einer Organisation überhaupt verstanden und anschlussfähig wird. Hinzu kommen Daten, neue Technologien und künstliche Intelligenz, die gerade beginnen, Arbeitsweisen und Möglichkeiten nochmals grundlegend zu verändern. Die interessante Frage ist deshalb nicht, ob Marketing und Kommunikation wichtiger geworden sind.
Die interessantere Frage lautet: Wenn die Möglichkeiten einer Funktion wachsen, dürfen dann nicht auch die Erwartungen an diese Funktion wachsen?
Veränderung kann man nicht delegieren: Warum Veränderungsbereitschaft zur entscheidenden Kompetenz wird
Es gibt Teams, in denen Veränderung anstrengend ist. Und es gibt Teams, in denen sie beinahe unmöglich erscheint. Der Unterschied liegt nicht zwingend in der Grösse der Veränderung. Nicht immer in der Qualität des Konzepts. Und auch nicht allein in der Führung. Er liegt häufig in einer Frage, über die in Veränderungsprozessen erstaunlich wenig gesprochen wird: Sind die Menschen, die eine Veränderung betrifft, überhaupt bereit, sich selbst zu verändern?
Wofür bezahlen Unternehmen künftig Kommunikationsprofis?
Kaum eine Berufsgruppe diskutiert derzeit so intensiv über ihre Zukunft wie Marketing und Kommunikation. Die Diskussion dreht sich um künstliche Intelligenz. Um Automatisierung. Um Content-Produktion. Um die Frage, welche Aufgaben künftig von Maschinen übernommen werden. Dabei gerät eine andere Frage erstaunlich oft in den Hintergrund: Wofür werden Unternehmen Kommunikations- und Marketingprofis künftig überhaupt noch bezahlen?
Niemand wartet im Unternehmen auf ein Rebranding
Ein Rebranding klingt in der Theorie oft erstaunlich klar. Eine neue Markenstrategie wird entwickelt, ein neues Design ausgearbeitet und anschliessend Schritt für Schritt ausgerollt. Genau so wird es häufig auf Präsentationen dargestellt. Die Realität innerhalb von Unternehmen sieht jedoch meist deutlich komplexer aus. Denn die eigentliche Herausforderung eines Rebrandings beginnt häufig erst dann, wenn aus Strategie operative Realität wird.
Warum Rebrandings in Unternehmen intern scheitern – obwohl die Markenstrategie überzeugt
Ein Rebranding erfolgreich umzusetzen, gehört zu den komplexesten Veränderungsvorhaben in Unternehmen. Trotzdem wird ein Rebranding häufig noch immer primär als Marketing- oder Kommunikationsprojekt betrachtet. Genau darin liegt eines der grössten Risiken.